Aus dem Vereinsleben einiger Vereine

Einige Vereine sind der Bitte nachgekommen und berichten uns über das Erlebte in der vergangenen Session. So der Präsident des Jüterboger Karnevalsvereins Axel Richter. Er schrieb:

„Der Karnevalverein Jüterbog hat ca. 40 Kinder und Jugendliche. Jedes Jahr fiebern gerade die Jüngsten der Saison entgegen und freuen sich auf ihre Auftritte. Mit Eifer und Spaß sind sie dann dabei. Der Ruf nach einer Zugabe ist das Größte und Lohn für die vielen anstrengenden Trainingsstunden. Geübt wird dabei nicht nur in der Karnevalssaison, sondern das ganze Jahr über.
Am 11.11.2017 zogen wir, wie jedes Jahr, mit Pauken und Trompeten, Kamelle werfend durch die Stadt Jüterbog zum Rathaus. Vom Bürgermeister den Rathausschlüssel an uns zu reißen, war unser Ziel. Für die Zuschauer gab es einen kleinen Auszug aus unserem Programm. Für unsere Kinder hält diese Zeit, neben so manchem zusätzlichem Schulfrei an Wochentagen, viele tolle Erlebnisse beim Karneval und den Auftritten bereit.

Karneval in unserer Region lebt insbesondere durch die vielen Freundschaften der Vereine untereinander. Wir besuchten in der Saison die Berliner Ehrengarde Grün-Weiß-Rot, den Niemegker Carnevalsclub, den Beelitzer Carneval Club und den KC Blau Weiß Ludwigsfelde. Natürlich steht das Feiern im Mittelpunkt und doch gibt es immer wieder interessante Gespräche zur Vereinsarbeit. Besonderer Höhepunkt der Saison war der Neujahrsempfang des Karnevalverbandes Mark Brandenburg, ausgerichtet vom Lehniner Carnevalsverein. Das Schönste an dieser Veranstaltung ist, dass man alte Freunde wiedertrifft und neue Freunde kennenlernt.
Ein besonders Erlebnis hatte unser diesjähriges Prinzenpaar. Sie waren zum Empfang beim Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke in die Staatskanzlei nach Potsdam eingeladen.
Schön ist, wenn man selbst Gäste empfangen kann. Wir hatten viele Vereine zu unserer Weiberfastnacht eingeladen. Bei ihren Darbietungen konnten wir mal kurz durchschnaufen, jubeln und gar mittanzen. Unsere jüngsten Garden brachten unsere Senioren zum Lachen und ernteten einen tollen Applaus. Beim Kinderfasching und auch beim Fasching in der Grundschule kümmerten sich unsere Kinder um ihre kleinen Gäste und verzauberten sie mit ihren Tänzen. Doch leider hat auch die schönste Zeit ein Ende und so mussten unser Kinderprinzenpaar und unser großes Prinzenpaar ihre Schlüssel am Aschermittwoch wieder abgeben.

Doch eines steht fest: entspannt wird nicht, denn der nächste 11.11. liegt schon wieder vor uns. Es wird schon wieder geprobt und unser Verein freut sich auf die kommende Session. Dann heißt es wieder: Jüterbog – Helau!“

Auch der Fürstenberger Karnevalsverein hat ein paar Bilder und einen kleinen Text zugesandt.

Der Verein feierte in der Session die 4x11. Zur nur einer stattgefundenen Hauptveranstaltung konnten die Gäste ein Novum erleben: Der Elferrat marschierte nicht wie in den letzten 43 Jahren in Uniform ein, sondern passend zum Thema Winnetou. Das Männerballett ließ es sich nicht nehmen, das Saisonmotto passend zu vertanzen. Der Kampf zwischen Cowboy und Indianer, der mit der Friedenspfeife zu Nicoles "Ein bisschen Frieden" endete und zu Andreas Gabaliers "Hulapalu" friedlich gefeiert wurde, war ein echter Höhepunkt.
Seit dieser Saison gibt es eine neue Kindertanzgruppe. Der Name „Havelfunken“ ist passend zum Karneval in dieser Region. Und obwohl die neue Gruppe noch keinen Gardetanz präsentierte, der Einmarsch mit dem Elferrat war für die sechs bis elfjährigen Kinder ein einmaliges Erlebnis. Ihren ersten Auftritt hatten sie dann dennoch im hiesigen Jugendclub zum Rosenmontag.

 Der Glindower Carneval Club e.V. hat uns einen Jahresbericht gesandt.

Mittelpunkt im Verein ist er karnevalistische Tanzsport. Beweis dafür sind die stetig zunehmende Zahl an tanzbegeisterten Mädchen. Die jüngste Garde sind die „Kirschblüten, Mädchen im Alter von fünf bis 10 Jahren. Trainiert werden die von vier ehrenamtlichen Trainerinnen. Im Mittelpunkt steht das Erlernen von ersten Schritten, Schrittkombinationen und akrobatischen Elementen. Dabei ist besonders Teamgeist gefragt. Zwei weitere ehrenamtliche Trainer sind für die mittlere Garde, Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren verantwortlich. Der Schwierigkeitsgrad ist natürlich höher. Die Tänzerinnen perfektionieren ihre Fähigkeiten und lernen Körperspannung und Ausstrahlung kontrolliert einzusetzen. In dieser Altersklasse tanzt auch das Tanzmariechen Miriam Pfeiffer. Tänzerische Eleganz, Ausstrahlung und akrobatische Elemente auf höchsten Niveau machen so ein Mariechen aus.
Die Mädchen und jungen Frauen von 15 bis 34 Jahren tanzen in der Prinzengarde. Derzeit insgesamt 23 Tänzerinnen.
Die vergangene Session war für die Garden mit dem Sieg bei den Landesmeisterschaften im karnevalistischen Tanzsport im Schautanz für die Kirschblüten und Früchtchen, sowie dem 2.Platz der Prinzengarde besonders erfolgreich. Beim Gardetanz belegten die jüngste und die mittlere Garde jeweils den 3.Platz. Das Tanzmariechen Miriam Pfeiffer erreichte einen tollen vierten Platz.
Nicht nur in der Saison sind die Garden aktiv. Trainiert wird das ganze Jahr und mit öffentlichen Auftritten wird Werbung für den Tanzsport gemacht. Klar, dass sich die Trainerinnen ständig weiterbilden- Tanz- und Akrobatikkurse um neue Techniken zu erlernen und Fähigkeiten zu verbessern stehen immer wieder auf dem Plan. Für alle Trainerinnen ist die Teilnahme an Trainergrundschulung und Trainerseminare zum Garde- und Schautanz sind selbstverständlich.
Sozial engagieren sich die Garden für den Verein „Zuckerbaum e.V., der sich um schwesterkrankte Kinder, aber vor alle um deren Geschwisterkinder kümmert. Mit ihren Auftritten hier haben die Tänzerinnen so manches Kind verzaubern.

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