Juleica - Was ist das?

Viele Kinder und Jugendliche, insbesondere Mädchen trainieren in den Tanzgarden oder als Tanzmariechen unserer Vereine. Ehrenamtliche Trainer/innen, Betreuer/innen übernehmen die Verantwortung  für die jungen Tänzer/innen während der Trainingszeit, bei Auftritten, Trainingslagern oder Kinder-/Jugendfreizeiten. Doch ohne jemanden zu nahe zu treten, stellt sich die Frage: Wie kompetent sind wir dafür. Einerseits sozial kompetent, aber auch kompetent in Notsituationen. Wie handelt man richtig bei Verletzungen im Training? Vor allem Kinder stellen dabei immer wieder eine besondere Herausforderung dar.

Mit der Jugendleiter/in-Card (Juleica) kann man in einer umfangreichen Ausbildung genau diese Kompetenz erwerben. Sie dient einerseits zur Legitimation, anderseits als Qualifikationsnachweis. Die Ausbildung erfolgt nach festgeschriebenen Standards. Bundesweit gibt es Mindestanforderungen und Voraussetzungen zum Erwerb der Juleica(z.B. Mindestalter 16 Jahre, Dauerhaftes Engagement für Jugendarbeit bei einem Träger). Zu den vorgeschriebenen Inhalten gehören:

  • rechtliche und organisatorische Grundlagen
  • pädagogische und psychologische Grundlagen bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Kinder- und Jugendschutz
  • Aufgaben und Ziele der Jugendarbeit
  • Aufgaben und Funktionen eines Jugendleiters/ einer Jugendleiterin
  • Befähigung zur Leitung von Jugendgruppen
  • Jugendaustausch
  • aktuelle Themen der Jugendarbeit, wie Partizipation
  • Geschlechterrollen
  • interkulturelle Kompetenz und Migration
  • verbandsspezifische Themen.

Neben den bundesweiten gibt es auch noch landesspezifische Regelungen. Diese umfassen die Anzahl der Mindestausbildungsstunden, aber auch  Ausbildungsvoraussetzungen und –inhalte. So gibt es zum Beispiel auch Unterschiede in den Regelungen in Berlin und in Brandenburg. Die jeweils aktuellen Regelungen findet man im Internet unter http://www.juleica.de/.

Zusätzlich wird beim Erwerb der Juleica ein Nachweis zur Teilnahme an einer Erste-Hilfe-ausbildung verlangt.

Die Juleica legitimiert den Inhaber gegenüber öffentlichen Stellen (Jugendeinrichtungen, Polizei, Konsulate,…) und diese sind dazu aufgefordert in Notsituationen und bei Problemen zu unterstützen und fachlich zu beraten.

Mit der Juleica verfügt man über eine Qualifikation, die im Ehrenamt ihres gleichen sucht. Das Erlernte ist nicht nur für die Jugendarbeit von Belang. Viele Arbeitgeber legen Wert auf solche Zusatzqualifikationen, denn sehr oft ist bei Mitarbeitern oder Bewerbern mit einer solchen Qualifikation Eigenständigkeit oder zielgerichtetes Handeln deutlicher ausgeprägt. Es erspart den Unternehmen zudem teure Seminare zum Erwerb von Teamkompetenz oder kommunikativer Fähigkeiten.

Wichtig ist, dass die ehrenamtliche Arbeit von Jugendleiter/innen entsprechend gewürdigt wird. Mit der Juleica sind Vergünstigungen verbunden, die der/dem Inhaber/in der Karte selbst oder auch der ganzen Jugendgruppe zu Gute kommen. Hier gibt es landesweit, kommunal bis hin zu Firmen und Schulen unterschiedliche Vergünstigungen. Aktuelle Informationen dazu findet man im Internet unter http://www.juleica.de/.

Und noch mehr Aspekte gibt es, der für diese Schulung sprechen. Da die Teilnehmer aus unterschiedlichen Vereinen aus Berlin und Brandenburg kommen, gibt es die Möglichkeit, eben „einmal über den Tellerrand zu schauen“, Erfahrungen auszutauschen und so manch wertvolle Information für den eigenen Verein mitzunehmen.